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04.10.2007

1 Monat: schon sind 1/5 meines Aufenthaltes verflossen
In Creative Writing heben wir unsere neueste Version des PersonalEssay benotet bekommen (15 von 20 Punkten; ich mag diese Frau wirklich nicht).
Die nächste Aufgabe lautet ein Minimum-7-Seiten-Schauspiel  zu schreiben( habe ich schon erwähnt, dass ich die Frau nicht mag?). meine Gruppe( 2 Leute) haben jetzt schon 2 Seiten und Morgen sollten daraus eigentlich 7 geworden sein. Unser Thema ist  ein ausgedehnter „wie sage ich Nichts auf 7 Seiten“-Dialog und  ein selbst-erdachter Baseball-Zehnkampf zwischen einem NY-Yankee- und einem Boston-Redsox-Fan (die beiden Vereine mögen sich in dem Maße wie Düsseldorfer und Köllner oder Preußen und Bayern).
 Ich habe einen sehr guten Zeitfüller gefunden: Ulimate Frisbee. Es ist im Grunde Football mit einer Frisbee anstadt eines eiförmigen Balls, das heißt man wirft sich gegenseitig die Fribee zu und versucht so über die Endzone zukommen wäarend das andere Team damit beschäftigt ist diese Pässe abzufangen. Es gibt hier Leute(die Mehrzahl um genau zu sein) die die Plastikscheibe 50-100 Meter weit werfen und andere ( ebenso die Mehrzahl) die sie dann auch wieder fangen ich werde allmählich immer besser um bringe sogar schon einen eigenermaßen geraden Wurf hin. Einmal haben wir währed des Trainings, als wir laufen sollten,  zu 10t U-Fribee gespielt und wurden anscheinend von einem anderen Läufer dabei gesehen, der dann brav zum Coach gedackelt ist und ihm alles erzält hat. Der hat aber nichts zu uns gesagt, da wir am darauf folgenden Tag wirklich hart trainiert haben( Zwölf 400-Meterläufe und dann noch eine Runde mit allem was wir hatten; mein Durchschnitt für die 12 war ca. 1.30 Minuten  und der letzte Lauf 1.10 Minuten).
Am Samstag hatten wir unser zweites Rennen im 80 Meilen entfernten Utica. Da wir dorthin 1,5 Stunden mit dem Bus fahren müssen und dieser schon um 7.30 Morgens losfährt), heißt es heute: 6.30 Aufstehen( geplant war 6.00 aber das habe ich nicht hinbekommen). Vlatko hatte mir im Vorneherein ein Buch über das Laufen geschenkt in dem unter anderem ein Kapitel der Ernährung gewidmed ist. Es ist unglaublich was man als Sportler alles beachten muss (ich habe mich noch nie um die Nährwärte auf Verpackungen gekümmert und jetzt lese ich kaum noch etwas anderes) Zum Beispiel werden Carbohydrats als wichtiger Energiespender für Muskeln während eines Rennens genannt und dass man ungefähr 4 Tage vor einem Wettkampf seine Ernährung auf hauptsächlich die besagten Carbohs.umstellen und viel Wasser trinken soll( das führte dazu das ich Mittwoch bis Samstag im Schnitt 6 Liter pro Tag getrunken habe). Am Samstag bin ich also in AllerHergottsFrühe aufgestanden um mir noch eine Art Sportdrink zusammen zumixen( ich würde keinem, den ich auch nur halbwegs schätze, raten Zucker, Salz, Zitonensaft, Wasser und Honig mischen; es schmeckt unausprechlich wiederlich). Zum Glück hat mir Dragana danach 12 Flaschen echten Sportdrinks gekauft.
 Der Tag ist sehr kalt und es wird bis zu unserem Start nur kaum merklich wärmer. Das Rennen an sich läuft nicht ganz so anstrengend wie letztes Mal aber am Ende bin ich noch mehr am Ende(ich bin diesmal die letzten 50 Meter gesprintet) und mein Magen fährt noch bis zum Ende des Tages Achterbahn. Meine Zeit ist 20.54 Minuten dafür waren auf der Strecke auch sehr viel mehr Hügel( und zwar steile!). Unser Team hat übrigens nach Punkten sowohhhhhhhl(exklusiv für meine Großmutter) das Varsity-Race (die 7 Besten aus jedem Team) als auch das JV-Race (JuniorVarsity-alle anderen) gewonnen .Soweit ich weiß ist das das bisher beste Ergebnis des Teams.
Morgen ist ein 2-Meilen-Zeit-Trial und es ist glühende Hitze vorhergesagt( na das kann ja heiter werden; ich habe gehört beim letzten Mal hat sich einer übergeben)
Und am Dienstag ist ein weiteres hartes Race in Saratoga angesetzt.
Diese beiden Tage entscheiden, wer am nächsten Samstag zum größten Rennen in Manhattan!! mitkommt.Natürlich habe ich auch schon mit meiner Bewässerung angefangen( folglich muss ich am Tag ca. 15 mal auf die Toilette).

 

3 Kommentare 5.10.07 03:21, kommentieren



Es wird immer besser...
Das 2-Miles-trial war nicht so hart wie vermutet aber es war noch heißer als ich gedacht hatte (meine Zeit für 2 Meilen 13.16 min). Danach haben wir 45 min  Ultimate Frisbee gespielt ( das war dann härter als das trial). Ich werde almählich immer beser, kann die Frisbee auf 3 verschiedene Arten werfen (1 Vorhand, 2 Rückhand) und sogar ab und zu fangen. Am Abend gab es dann eine sogenannte „Pastaparty“, das heißt es kommt jeder der möchte zu dem Haus eines Läufers (dabei wird abgewechselt) und die Sachen, die man mitbringt, sind von der Jahrgangsstufe des Einzelnen ab ( zur Auswahl stehen : Getränke, Brot, Pasta, Salat und Dessert).
Am Sonntag und Montag war ich mit meiner Gastfamilie in Manhattan. Das war für mich der erste Besuch dieser 20-Millionen-Stadt ( das eine Mal im Alter von 1 Jahr zählt nicht). Wir haben in einem kleinen Appartement (mit klein meine ich 40m² für 550000$ )in Chelsea(einem Teil von Manhattan) übernachtet. An diesem Abend waren wir dann noch am Timesquare. Das ist etwas was man sehen muss, man kann es nicht wirlich beschreiben( was daran liegt, dass ich nicht soo viel schreiben möchte). An allen Häusern sind riesige Leinwänden angebracht, die mit ihrer Werbung scheinwerferartig alles um sie herum erhellen. Der wolkenbehangene Himmel ist so hell wie sonst nur am Tag (das Phänomän kennt man in Deutschland auch von großen Städten wie München oder Köln, wenn auch nicht so extrem).
Nach einem Besuch im Hardrockcafé NY  wo ich mir ein Souvenierglas gekauft hab( man kann nie früh genug mit Souveniers anfangen).
Am Dienstag war es nass und kalt und ein Rennen in Saratoga. Mit einem der anderen Läufern, Arren, habe ich eine Rivalisation( freundschaftlich) was dazu geführt hat, dass wir zusammen die letzten 1000 Meter immer schneller wurden und die letzten 100 Meter ins Ziel gesprintet sind, da keiner gegen den anderen verlieren wollte. Da er aber ein sehr guter Sprinter ist und seine beste Distanz zwischen 200 und 400 Metern(die werden im Allgemeinen komplett gesprintet) liegt kommen wir zwar
Kopf an Kopf ins Ziel aber er doch einen Meter vor mir( dank dieses Sprints habe ich die 20-Minuten-Marke gebrochen: 19.55 min). Da ja die Top 21 heute nach Manhattan fährt um Morgen dann eines der größten Rennen der Saison zu laufen und Arren mit von der Partie ist, nehme ich an, dass ich 22. im Team bin( von 36, also zufriedenstellend). Auf jeden Fall habe ich mich danach gefühlt wie sonst noch nicht (das ständige Überschreiten seiner körperlichen Grenzen kann einem richtig gut tun).
Am Donnerstag haben wir unser theaterstück für Creative Writing abgegeben. Da wir es aber am Mittwoch hätten einreichen sollen haben wir genau 0 von 25 Punkten gekriegt(ich mag...den Rest könnt ihr euch denken). Ich meine, jeder normale Lehrer hätte uns Punkte abgezogen, 5 für jeden Tag zu spät oder so, aber nicht gleich alle.
Heute wurden die Stücke vorgetragen( von jeweils einer anderen Gruppe als die die es geschrieben hat). Die Zuschauer sollten sich dazu Notizen machen, da ich jedoch von einigen Stücken ¼ und von anderen garnichts verstanden habe, konnte ich nicht wirklich irgendetwas aufschreiben. Das hat diese Hexe scheinbar gesehen und sammelt promt alle Notizen ein um uns Beteiligungsnoten zu geben und ich habe natürlich nichts( ich wette das hat sie mit Absicht gemacht, alles Andere gibt keinen Sinn).
Heute Abend war „Homecomeing“ das ist ein Footballspiel bei dem sich fast alle Schüler der Stufen 8-12 und viele Erwachsene versammeln( das Spiel an sich ist für die wenigsten der eigentlche Anlass zu kommen, viel mehr die Tradition und die ganzen Leute. Die Stimmung ist hitzig auch wenn die Temperatur das Gegenteil verlangt: es sind annähernd Minusgrade( diesmal übertreibe ich nicht, das können ein paar Hundert durchgefrorener Leute bestätigen: ich hatte ein Hemd einen Pullover und eine Jacke an und ich habe gezittert wie sonstnochwas) und die Verkäufer mit ihrer heißen Schokolade haben sich eine goldene Nase verdient. Morgen ist der Homecomeing-dance, zu dem man eigentlich einen Anzug anziehen sollte( habe ich jetzt zufälligerweise nicht dabei aber ich muss mir für das Konzert unserer Band am Donnerstag sowiso noch eine schwarze Hose kaufen). Zu dem Dance sind auch wieder die Läufer da...
 

1 Kommentar 13.10.07 17:58, kommentieren

21.10.2007
Das Ende der Saison nähert sich
Der Dance war sehr unterhaltsam und ich bin froh, dass ich hingegangen bin. Die Gänge zu der Dance-Halle  (eine Sporthalle) waren komplett mit Plakaten tapetziert und die spärlich beleuchtete aber umsobesser beschallte Halle wurde vo Lichterketten umgeben aun man stand auf einem roten Teppich (Tuch). Es war sehr beeindruckend und sogar die Mädchen sahen besser als aus gewöhnlich (mag in erster Linie daran liegen, dass es, wie schon erwähnt, dunkel war). Da ich ca 2 Meter von den Boxen entfernt stand, die in der ganzen Halle zu hören sein sollten, habe ich danach ein paar Stunden alles wie durch eine dicke Wand gehört. (Übrigens es kam wirklich fast jeder mit Hemd und Anzugshose und die Meisten mit Krawatte).
Am Dienstag war wieder ein Rennen auf unserer Heimstrecke (wie das erste Rennen).
Allerdings habe ich mich diesmal richtig schlecht gefühlt und bin auch nur 20.54 Minuten gelaufen. Das „Regengeprassel“ habe ich auch gehört, wenn auch schwächer als das letzte Mal, da das Feld weit auseinander gezogen war. Arron ist für die erste Meile vor mir gelaufen, dann hinter mir. Vor dem Rennen hat eine Gruppe von Schülern  (unterdenen ich mich zufälligerweise auch befand) unschmeichelhafte Fotomontagen eines Läufers des anderen Teams unter vorbeirennenden Leuten verteilt. Frank, der das Bild bearbeitet, und Matt, der die Bilder verteilt hat, wurden beide für 5 Tage von der Schule suspendiert( ein gewisser Fabian weiß, wie das ist). Glücklicherweise habe ich das Bild niemandem gegeben, andernfalls hätte ich jetzt große Probleme( die andere Schule hat nämlich unseren Prinzipal angerufen; nicht gut). Solche Sachen werden hier sehr ernst genommen.
Am Donnerstag hat unser Konzert stattgefunden. Es sind zwei Chors und zwei Bands, darunter unsere, aufgetreten.Soweit ich es beurteilen kann waren die Chöre sehr gut und sowohl wir als auch die Jazz-Band haben nicht schlecht gespielt( auch wenn ich finde, dass die Anderen besser geklungen haben).
Am Freitag war noch ein Rennen in Iroquois. Ich habe mich diesmal sehr viel besser gefuehlt und bin auch mit einem finalen Schlusssprint durchs Ziel. Die letzten 100 Meter waren (mal wieder) ein ein Kopf-an-Kopf-Renne, nicht gegen Arron, das ich
(mal wieder ) um 1 Meter verloren habe. Allerdings mit dem Unterschied, dass ich diesmal 10. bin( auch wenn es nur ein JV-Rennen ohne  Varsity-Laeufer war, ansonsten waere ich 40.) und eine Medallie bekommen habe (von 2006, da sie das Rennen im letzten Jahr abgeblasen und die Medallien behalten haben). Das war das vorletzte Race in dieser Saison.
Am Samstag haben wir im Kino „Michael Cayton“ mit Georg Cloony gesehen. Es war ein sehr verwirrender Film und ich habe ohne Hilfe ungefaehr die Haelfte verstanden.
Heute waren wir irgendwo in NY State wandern. Die Baeume sind hier fast noch kraeftiger gefaerbt als in Deutschland.Nachmittags waren wir nach 1,5 Monaten mal wieder Wasser kaufen (126 Liter!) und am Abend gab es den Film „Fargo“ und selbstgemachte Pizza.

( Die ae, oe, ue und ss  sind nicht moeglich da ich heute von einem Schul-PC mit amerikanischer Tastatur schreibe)

1 Kommentar 23.10.07 01:50, kommentieren

27.10.2007

Halloween nähert sich
Diese Woche habe ich die Kommentare von einigen Lehrern erhalten: Französisch A/ Deutsch A/ Geschichte B/ Englisch B/ Mathe B.
Ich habe erfahren, dass ich im Winter auch Skifahren kann (jetzt muss ich nur nuch Skizeug zusammenkriegen).Das werde ichanstadt des Indortracks machen (auch wenn es bestimmt lustig gewesen wäre durch die Gänge der Schule zu laufen).
Am Freitag haben alle Austauschschüler und noch ein paar Andere Kürbise geschitzt. Das macht man zwar in Deutschland auch aber nicht in dem Außmaß: Es gibt spezielle Messer zum schnitzen und einen Schaber um die Kerne zu entfernen (natürlich alles aus Plastik versteht sich). Danach sind wir zu der sogenannten „Liberty Ridge Farm“ (eine Farm die sich unter anderem auf Halloween-Events spezialisiert hat). Als es dunkel war sind wir in das „Hounted Cornmaze“ (gejagtes Maislabyrint). Maislabyrinte kannte ich schon aber nicht in dem Stil. Zuerst habe ich gedacht es sei lächerlich durch einen Haufen Grünzeug zu laufen und bemalten Leuten zu begegnen aber es war wirklich erschreckend wenn die besagten Leute plötzlich zwischen den Maisstauden herauspringen und du sie vorher nicht bemerkt hast. Um dich herum hörst du eine Vielzahl von Schreien, es regnet und die Kälte kriecht dir langsam unter die Haut. An manchen Stellen sind auch zum Teil richtig grausame Skulpturen aufgestellt (ja ja, das ist Amerika ). Plötzlich springt einer mir einer röhrenden Kettensäge aus dem Gebüsch (keine echte; hoffe ich jedenfalls) und jagt uns damit um die nächste Biegung.
Heute am Samstag ist das letzte Rennen der Saison und seit drei Tagen schmerzen meine Beine an 5 verschiedenen Stellen. Das sind keine guten Aussichten wenn mann bedenkt, dass ich heute 19.30 brechen muss oder, laut Coach, nach Hause laufen darf.  

3 Kommentare 27.10.07 17:19, kommentieren


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