11.09.2007

Kein Training heute!
Großer Volkstrauertag!
Unser Principal (Direktor) hält heute eine zusätzliche Ansage, als alle in ihrem Homeroom sind (ansonsten sind es auch so schon schon genug: Jetzt sollten Alle auf dem Weg zu ihrem HR sein; Jetzt sollten Alle in ihrem HR sein; Jetzt sollten Alle auf dem Weg zu ihrer nächsten Stunde sein usw...) An jedem Morgen im HR stehen wir auf und salutieren die Amerikanische Flagge (die in absolut allen Zimmern stationiert ist), die Amerikaner legen dabei ihre rechte Hand aufs Herz (stellt euch mal vor wir würden das in Deutschland machen). Wir Austauschschüler(die alle in einem HR sind) müssen nicht, stehen aber trotzdem auf(ich würde sagen aus Respekt dem Gastland gegenüber).
Der Boden unserer Sporthalle besteht, nicht wie bei uns aus grauen Plastikplatten, sondern aus Stäbchenparkett mit einer dicken Schicht Lack; sieht richtig gut aus. In PE sind wir heut eine Meile(1,6 km; nicht zu verwechseln mit Seemeile: ca. 1,8km) damit der Coach eine Einschätzung von uns hat. Ich bin die ersten 3,5 Runden( es sind 400m Runden wie bei uns) normal gelaufen, da war ich 7.; dann die vorletzten 100 Meter schnell, da war ich 4. und die letzten Meter gesprintet und an den anderen vorbeigezogen( gut, die besten sind wegen eines Rennens nicht mit gelaufen). Meine Zeit für 1 Meile liegt im Moment bei 6min10sec.
In unserer Conscert Band( wir sind übrigens ungefähr 23 Trompeten) haben wir jetzt endlich die Noten zu unserem Stück: `Covington Square´ und `An American Elegy´.  In Englisch dürfen wir einen 500!!- Wörter!! Aufsatz (ca. 1,5-2 getippte!! Seiten) schreiben, nur weil die Americanischen Colleges einen College-Essay erforden( und ich muss mitmachen obwohl ich gar nicht aufs College will). Als Thema werde ich die China-Geldbeutel-Geschichte nehmen, da habe ich  genug zum schreiben.
XC-Training fällt heute aus da es ein Race gibt( an dem ich nicht teilnehmen kann da ich mich noch von einem Arzt untersuchen lassen muss). Ich bin für diese Pause ganz dankbar( vor allem bei diesem Wetter).

2 Kommentare 13.9.07 04:38, kommentieren

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09.09.2007

Fahr du hier mal mit einem Elektroauto rum; die machen sich über dich lustig
Heute haben wir den größten Einkauf bisher gemacht: 96Liter!Mineralwasser (überlegt mal ihr würdet in Deutschland mit 96 1Liter-Flaschen an die Kasse kommen, die Kassierer würden euch für verrückt erklären), eine 60cm x50cm x50cm-Box bis zum Rand mit Paprika gefüllt, eine ähnlich große Box voller Tomaten uvm...  Die verkaufen hier Eis in 10kg Beuteln! Und die 0,5l-Flasche kriegst du nur in 20er- oder 30er-Packs und die Milch nur in 1Galleon-Flaschen (3,78L ). Der Spritpreis ist hier unglaublich niedrig: ca. 2,84$ für 1gal(macht ca.0,75Euro/L; kein Wunder, dass hier so viele Autos rumfahren); das wünscht man sich doch mal zu Hause.
Die Paprika werden erst gegrillt dann die Schale abgezogen(eher abgekratzt, da sie danach total verkohlt ist) und dann mit den Tomaten, Salz und Knoblauch(vielleicht noch mehr) zu einer serbischen Spezialität namens `Ajvar´ eingekocht.

13.9.07 04:30, kommentieren

08.09.2007

Filme auf Englisch sind nicht zu schwer zu verstehen
Ich wurde heute um 11.30 aufgeweckt, da wir mit Kajaks über den Mohak paddeln wollten. Es war sehr schön und Dragana meinte wenn du unter der Woche deine Beine trainierst kannst du am Wochenende was für deine Arme tun(ich spürs).
Am Mittag verlege ich mit Vlatko an der Hauswand eine Drainage(einen Abfluss für Regenwasser der sich unten am Boden an der ganzen Wand entlang zieht)damit der Keller nicht feucht wird.
Am Aben gehen wir ins Kino: „No Reservations“ mit Catherine Zeta-Jones. Die Dialoge verstehe ich natürlich nicht komplett aber immerhin so gut, dass ich dem Plot folgen kann.

9.9.07 21:01, kommentieren

Amerikanische Klischees bestätigt

Unser PE-Lehrer ist Football-Coach. Das bedeutet, dass er ,wie man vielleicht aus Filmen weiß, sehr auf Disziplien achtet(ich glaube ich werde noch viel Spaß mit ihm haben)
Beim XC-Training(Cross-Country) sollen wir heute nur 20 Minuten laufen(dafür bei gefühlten 40°C). Die Gruppe mit der ich laufe, geht aber zum Mohak um von 4-5Meter-Klippen zu springen. Ich mache nicht mit, da ich dafür einfach nicht die richtigen Sachen anhabe(beim nächsten Mal dann) Alles in Allem brauchen wir für unseren
„20 Minuten-Lauf" 1,5 Stunden.

Am Abend sind wir bei Betsy eingeladen. Allmählich verstehe ich, warum die meisten europäischen Eltern versuchen ihren Kindern Ess-Manieren beizubringen. Es ist so wiederlich wenn einem von beiden Seiten ins Ohr geschmatzt wird.

1. Klischee: Amerikanische Kinder haben im Allgemeinen keine Ess-Manieren 

Im Laufe des Gesprächs kommen wir auf die Cops.

2. Klischee: Der sicherste Platz in Amerika sind die Donut-Stände
3. Klischee: Der „Normal-Amerikaner“ hällt nicht sehr viel auf Umweltschutz
Im Laufe des Abends haben wir auch ein offenes Feuer.
4. Klischee: America+Campfire=Marshmellow

1 Kommentar 9.9.07 20:40, kommentieren

06.09.2007

06.09.2007

Kaputt!!
Mit diesem einzigen Wort lässt sich mein jetziger Zustand beschreiben. Dazu beigetragen haben derMatheuntrricht(ich verstehe nur etwa jedes 2. Wort wegen den Fremdwörtern zB.: the “slope-intercept form“ usw. ,und außerdem habe ich einige der Themen noch gar nicht gehabt-also super Vorraussetzungen ) und vor allem das   Cross-Country-Training. Heute durften wir bei gefühlten 35°C erst mal 4km im Laufschritt zu einer steil abfallenden Straße(vorsichtig geschätzt 30° Steigung). Dann wurden mit Hütchen erst 200m bergauf und 100m auf der gleichen Ebene abgesteckt-zusammen also eine 300m-Strecke. Dann kamen die Übungen:zB.: bis zum 1. Hütchen schnell ,dann langsam um das 2. Hütchen und zurück;oder langsam zum 1. und sprinten zum 2. und zurück. Ungefähr 10-mal haben wir diese Übung in verschiedenen Varianten gemacht. Danach war ich ja schon so richtig fertig aber dann durften wir noch die 4km wieder zurück  und zwar im „Indian run“.Das heißt ,dass   4-6 Leute in einer Reihe laufen und immer der Letzte muss nach vorne sprinten. Als wir an der Schule angekommen sind ,war ich mehr tot als lebendig. Wenigstens wurde ich vom Coach und dem schnellsten Läufer gelobt. Wie der Typ den Hügel hoch „fliegt“ ,das ist unglaublich; als würde er bergab und nicht bergauf laufen.
Jetzt werde ich meine Beine erst mal schonen; ich kann sie gerade noch so spüren(immerhin fühle ich sie noch sonst könnte man meinen sie seien abgefallen).
Ansonsten machen wir heute nichts Interessantes mehr.
PS: Neuer Favorit:auf einem Fuß Badeschlappen auf anderem Turnschuh(da fragt man sich doch ob der sich im Schlaf angezogen hat).

 

9.9.07 19:31, kommentieren

05.09.2007

Das wird das härteste Halbjahr, das ich bisher je hatte

Der Wecker klingelt heute um 6.30, was ich nun gar nicht gewohnt bin. Zuerst muss ich zu meinem Homeroom (der Raum in dem ich mich jeden Tag mit bestimmten Leuten treffe-für 8 Minuten) . Die zuständige Frau fürt mich und ein paar andere Austauschschüler herum. Ich habe schon 2 Deutsche/1 Norwegerin/1 Tschechen/ 1 Ghanesen/1 Argentinier und einen Franzosen getroffen. Auf den Korridoren gibt es regelmäßig kleinere Staus. Ein absoluter Trend scheinen im Moment Flip-Flops und Badelatschen zu sein. Man sieht immer wieder absolute Top-Kombinationen; mein Favorit ist Badelatschen+Anzughose+Krawattenhemd+Krawatte. Es laufen unglaublich viele Leute mit Krawatten herum: sowol Lehrer als auch Schüler und der Direktor trägt einen Nadelstreifenanzug (sollte man mal dem Herrn Niessen vorschlagen). Im Musikraum in dem ich Bandproben habe (die „Concert Band“ besteht aus ca. 100 Schülern) liegen bzw. stehen genug Instrumente für zwei Philharmonie Orchester herum: zB. mindestens 20 Hörner und 4 Tubas . Das Essen/ Lunch ist für Austauschschüler kostenlos. Mein Höhepunkt des Schultages war die Deutschstunde. Ich würde jedem Deutschen empfehlen, einmal an einem Deutsch-Fremdschprachenkurs teilzunehmen. Es klingt so lustig wenn ein Amerikaner versucht sich auf Deutsch vorzustellen, da merkt man erst wie unser Englisch für Amerikaner klingen muss. Der Lehrer iet sehr nett und spricht einwandfreies Deutsch mit leichtem Akzent. In meinem Deutschkurs habe ich noch einen anderen Deutschen: Kevin. Mit genau demselben habe ich nach der Schule JEDEN Tag (Mo-Fr) 2 Stunden Cross Country-Training. Das heißt :mindestens 40 Minuten quer durch die amerikanische Pampa (an Sonntagen bis zu 80 Minuten!) , danach Sit-Ups bis zum Bauchdeckenbruch und dann noch „WeightRoom“. Die Geräte in diesem Raum würde man in Deutschland nur in einem Super-Luxus-Profi-Fitnesscenter finden. Ich habe mit dem Coach ausgehandelt das ich einmal die Woche ein Training ausfallen lassen kann, da ich sonst mein ganzes Zeug für Deutschland nicht auf die Reihe bekäme (zur Erinnerung: ich komme jeden Tag um 14.45 Uhr aus der Schule und habe dann regulär noch 2 Stunden Training). Am Abend habe ich noch Crépes mit der Crépespfanne gemacht, die ich als Gastgeschenk mitgebracht habe (sie hatten voher nur eine alte,verkratzte Stahlpfanne für Crépes), bevor ich die DeutschHausaufgaben auf Englisch! beende(das würde sonst auch keinen Sinn machen).

2 Kommentare 6.9.07 03:47, kommentieren

04.09.2007

Auch die Schulen sind größer als in Deutschland
Heute besuche ich meine neue Schule zum ersten mal: 2000 Schüler, zig Schränke voller Trophäen und Band als Unterrichtsfach .Ich weiß nicht welcher Teufel mich dazu getrieben hat, aber ich habe Französisch wieder gewählt. Dazu Deutsch/ Mathe/ Physik HonorClass/ Band/ Boy’s Sport (Fußball, American Football, Basketball, Baseball)/ Englisch (Creative Writing)/ American History. Die Schule fängt um 7.40 an(dann wenn ihr fertig seid). Ich bin hier in der 12. Klasse, also „Senior“. Es gibt zwei verschiedene Stundenpläne für jeweils einen Tag: A-Day und C-Day sind gleich, B-Day und D-Day ebenso.An einem A- und C-Day  habe ich Sport/ Band/ Physik/ Deutsch/ Englisch und bin um 14.45 fertig . Am B-und C-Day habe ich Französisch/ Mathe/ Physik  und bin um 12.00 fertig. A-,B-,C- und D-Days wechseln sich immer ab d.h. morgen ist A-Day ,Montag ist D-Day ,  der darauffolgende Montag  A-Day usw .
Am Nachmittag werde ich für Geländelauf und , wenn ich Glück habe, Rudern trainieren.
Nachdem wir in der Schule waren bringt mich Dragana zu Betzy und Peter, und wir fahren zu einem Musikladen um für Molly eine Bassgitarre zu kaufen. Der Laden ist riesig! Dort gibt es wirklich alles für Keyboarder, Bassisten, Gitarristen, Sänger und DJs. Nach  der erfolgreichen Suche nach einem Bass läd mich Betsy noch auf ein Eis ein. Eine Kugel (scup) ist so groß wie 3-4 deutsche Kugeln!
Am Abend gehe ich noch ein bischen mit Zigi raus und schreibe danach diesen Blog .

2 Kommentare 5.9.07 03:14, kommentieren


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